Fibre

Papier aus Gras, Karton aus Tomatenpflanzen, hundert Prozent kompostierbare Folien: Wissenschaft und Unternehmen im bio innovation park Rheinland forschen an neuen Anwendungsmöglichkeiten für Nachwachsende Rohstoffe und untersuchen die Eignung unterschiedlichster Pflanzen und Reststoffe. Im Fokus stehen Kaskadennutzungen, also die Möglichkeit, einen Rohstoff mehrfach zu verwerten und den Kreislauf zu schließen. Ein Beispiel: Nutzung als Pflanzensubstrat, anschließend als Tiereinstreu und dann als Brennmaterial und die Asche wieder als Dünger für den Boden.

Das Forschungsfeld reicht von Anbau und Verarbeitung der Pflanzen bis zur Entwicklung neuer Produkte. Schwerpunkte liegen im Bereich Verpackung aus Nachwachsenden Rohstoffen sowie Baustoff- und Dämmmaterialien. Ein laufendes Forschungsvorhaben am Campus Klein-Altendorf der Universität Bonn beschäftigt sich mit dünnschichtigem Hochleistungsdämmputz aus nachhaltig angebauten Nachwachsenden Rohstoffen.

Ein Kooperationsprojekt zwischen den Hochschulen im bio innovation park Rheinland wird ab Sommer 2017 das Themenfeld biobasierte Produkte von Baustoff bis Verpackung in Kooperation mit verschiedenen Unternehmenspartnern untersuchen. Weiterhin werden Aspekte wie Konsumentenverhalten, Marketing und die Erprobung neuer Rohstoffe, insbesondere Reststoffe aus den verarbeitenden Betrieben, zunehmend von Bedeutung.