Abgeschlossene Projekte

bio innovation park Rheinland

Etablierung eines klimaneutralen, regionalen Wissenschafts- und Gewerbeparks

Das Forschungsprojekt bio innovation park Rheinland wurde durch die Nationale Klimaschutzinitiative gefödert und durch den Forschungsbereich Nachwachsende Rohstoffe und die Professur für Städtebau und Bodenordnung der Universität Bonn durchgeführt. Das Projekt erzeugte wichtige Impulse für den interkommunalen Innovationsraum der Städte Meckenheim und Rheinbach.

Im Zusammenhang mit einer Intensivierung vielfältiger Aktivitäten des Wissenstransfers und der Vernetzung wurde während der Projektlaufzeit durch Hochschulen, Gemeinden und Unternehmen der Region aus dem regionalen Kooperationsprojekt „bio innovation park Rheinland“ der Verein „bio innovation park Rheinland e.V.“ als institutionelle Verstetigung des Netzwerkes aus Wissenschaft und Wirtschaft gegründet.

Als ein wichtiger Forschungsbeitrag wurden Nutzungs- und Verwertungsmöglichkeiten der Biomasse aus den Obst- und Baumschulplantagen der Region untersucht. Diese prägen nicht nur das einzigartige Landschaftsbild, sondern stellen durch das anfallende Schnitt- und Restholz, auch ein regionales Potenzial für die klimaneutrale Energieversorgung aus regenerativen Quellen dar. Mithilfe einer GIS-gestützten Analyse der Anbauflächen und einer labortechnischen Qualitäts- und Brennwertanalyse wurde das Restholz-Biomassepotenzial quantifiziert. Mit diesen Daten wurden Szenarien für eine energetische Verwertung skizziert. Insgesamt können durch die Verwertung, z.B. in einem Biomasseheizkraftwerk bis zu 1655 t CO2 eingespart werden.

Neben der Erforschung und Nutzung der vorhandenen Bioenergiepotenziale wurden städtebauliche und raumplanerische Steuerungsansätze zur Entwicklung klimaneutraler und ressourcenschonender  Gewerbestandorte, die in die durch Obstanbau geprägte Kulturlandschaft integriert werden sollen, untersucht. Neben Festsetzungsmöglichkeiten im Bebauungsplan rücken dabei vor allem kooperative Instrumente in den Vordergrund. Durch dialogorientierte Konzeptvergabeverfahren können kommunale Qualitätskriterien definiert und eine nachhaltige Entwicklung ermöglicht werden. Dieses Instrument kann den Kommunen Meckenheim und Rheinbach als Entscheidungsbasis für die Vergabe von Grundstücken und als Anreizmechanismus zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen bei neu anzusiedelnden Unternehmen dienen. Es kann aber auch für die Anwendung in bestehenden Gewerbeflächen weiterentwickelt werden. In Kombination mit einer Zertifizierung in Bezug auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit kann dieses Konzept die Markenbildung für den bio innovation park Rheinland unterstützen und das Image von Region und Wirtschaftsstandort fördern.

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn:

  • Institut für Geodäsie und Geoinformation (IGG) – Professur für Städtebau und Bodenordnung
  • INRES – Nachwachsende Rohstoffe
  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in Kooperation mit den Städten Meckenheim und Rheinbach

Die Meckenheimer Apfelminze: Erste Ernte

Die Idee vom eigenen Tee aus der Region entstand in Zusammenarbeit zwischen dem Unternehmen TeeGschwendner und der Universität Bonn. Es sollte ein regionales Bioprodukt sein, das gerne als Tee getrunken wird – die Pfefferminze. Sieben unterschiedliche Minz-Sorten hat Annika Höller im Rahmen ihrer Masterarbeit hinsichtlich Wachstum, Anfälligkeit für Krankheiten, Inhaltsstoffe, Aroma und Aussehen geprüft. Die Bestenauslese wird derzeit in der Region als „Meckenheimer Apfelminze“ angebaut. Mit Erfolg – aus 10000 Stecklingen sind etwa 9700 verwertbare 80 cm hohe Apfelminzepflanzen geworden. Die erste Ernte fand im Juni statt und wird derzeit aufbereitet.

  • INRES – Nachwachsende Rohstoffe, Rheinische Fried­rich-Wilhelms-Universität Bonn

  • Außenlabore Campus Klein-Altendorf, Rheinische Friedrich-Wil­helms-Universität Bonn

  • Unternehmen: TeeGschwendner