Gabriele von Törne berichtet in der Bonner Rundschau über unsere “Woody”-Fachtagung.

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„Holz ist als Baustoff vielseitig einsetzbar, bietet beste Voraussetzungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise und bindet den Kohlenstoff aus der Luft. „Bei einem Einfamilienhaus sind das 40 Tonnen CO2, das entspricht der Emission eines Autos über 26 Jahre“, erklärte Bert Spilles, ehemaliger Meckenheimer Bürgermeister und jetzt Vorsitzender des Vereins bio innovation Park (bioIP) Rheinland, im Rahmen einer Pressekonferenz zur Veranstaltung „Woody“. Das eineinhalbtägige Event wird am Mittwoch und Donnerstag, 3. und 4. November, in der Rheinbacher Stadthalle stattfinden und richtet sich an Fachpublikum. Sein englischer Name ist dabei Programm, ins Deutsche übersetzt bedeutet er „bewaldet“ oder auch „holzig“. Die mit rund 80 bereits angemeldeten Teilnehmern nahezu ausgebuchte Veranstaltung wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert und von der Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe begleitet. Ziel ist neben dem Aufbau von Informationsnetzwerken und einem Technologietransfer zwischen Waldwirtschaft, Gewerbe, Handwerk und Bauherren die Dokumentation und Veröffentlichung der Ergebnisse: „Das wird ein Ideenpool und mit den Resultaten informieren wir die interessierte Öffentlichkeit“, so Spilles. In drei Themenblöcken und zahlreichen Vorträgen warden Klima- und Materialwissenschaftler sowie Forstwirte den ältesten vom Menschen genutzten Werkstoff als Wegbegleiter eines Baustoff-Wechsels vorstellen. Praktiker werden über die Nutzenfunktion des Baustoffs Holz referieren, Erfahrungsberichte von Bauherren und Investoren über beispielsweise die Reaktion des Marktes runden das Programm ab. Mit dabei sei auch Dr. Thoralf Räsch, erläuterte Bert Spilles. Der Bonner Mathematiker und Autor habe selbst mit Holz gebaut und werde aus eigener Praxis berichten. Ein Vertreter des NRW-Heimatministeriums habe sein Kommen angekündigt. Professor Ralf Pude, wissenschaftlicher Direktor des Campus Klein-Altendorf, stellt einen aktuellen Bezug zur Lage in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten her. Der in vielen Häusern unter dem Estrich zur Dämmung verwendete Kunststoff Styropor sei nach der Katastrophe als Sondermüll zutage getreten. Die Entsorgung des Schaumprodukts erschweren Flammschutzmittel, mit denen das Dämmmaterial teilweise versetzt ist. Dabei sei die Verwendung von Styropor-Produkten bei der Hausisolierung nicht nötig, erläuterte Pude, da jedes Holz Wärme speichern und bei kühleren Temperaturen wieder abgeben könne. Dirk Vianden, Geschäftsführer des bioIP Rheinland, macht auf einen weiteren thematisierten Aspekt aufmerksam: die Recyclebarkeit von Holz.Neben den Vorträgen besteht am zweiten Tag die Möglichkeit, Demonstrationsobjekte sowohl im Unternehmerpark Kottenforst (Experimentiergebäude „Workbox“) als auch auf dem Campus Klein-Altendorf zu besichtigen. Das Versuchsgelände zwischen Meckenheim und Rheinbach gehört mit seinen Außenlaboren zur Universität Bonn und ist Sitz des gastgebenden Vereins bioIP Rheinland. Das dortige Forum ist ein Beispiel für Holzbauweise.“

Grabriele von Törne – Bonner Rundschau